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Die Magier- Gilden

"Du mußt wissen, Elgerd, daß nicht alle Zauberer gleich sind. Da gibt es die Guten, die weiße Roben tragen und die Gebote der Götter achten. Aber hüte dich vor den Bösen, die dunkle Umhänge umwerfen und Schwarzmagie und Hexerei betreiben und mit namenlosen Dingen im Bunde sind. Zwischen ihnen stehen die grauen Magier, die versuchen, das Wesen der Welt und ihrer Kräfte zu ergründen. Eines aber ist allen gemein: Misch dich niemals in ihre Angelegenheiten!"
[Quelle: Mit Wissen und Willen]


Nach dem Zerfall der Magierzunft vor 430 Jahren, haben sich drei Magiergilden etabliert. Geboren aus der Tendenz, sich streng zu organisieren.

Die Weißmagier bilden den Bund des Weißen Pentagrammes (BdWP). Sie fühlen sich von den Göttern, besonders von Hesinde, gesegnet und sehen sich als Vertreter der göttlichen Ordnung: Ein jeder soll an dem ihm zugedachten Platz bleiben und die bestehenden Verhältnisse unterstützen. Sie lehnen jegliche Beschwörung und Dämonologie auf das Schärfste ab und mißtrauen allen anderen Richtungen der Zauberei.

Die Graumagier bilden die Große Graue Gilde des Geistes (GGGdG). Sie glauben an ein kosmisches Gleichgewicht von Ordnung und steter Neuschöpfung und lehren, daß ein jeder sein persönliches Gleichgewicht zwischen Freiheit und Verantwortung finden soll, wobei gerade der Verantwortung, die sie für jeden Zauberkundigen postulieren, eine große Bedeutung zukommt. Die Graue Gilde umfaßt eine Reihe sehr unterschiedlicher Philosophien und Denksysteme und hält Kontakt zu Hexen und Druiden.

Die Schwarzmagier bilden die Bruderschaft der Wissenden (BdW). Sie folgen dem Grundsatz "Wissen ist Macht" und sind entweder extreme Individualisten oder skrupellose Forscher oder deren Anhänger. Sie akzeptieren keinem moralischen Beschränkung ihrer Forschung. Auch untereinander achten sie ihre Eigenständigkeit, so daß die Schwarze Gilde ein sehr schwacher Verband mit vielen sehr starken Mitgliedern ist.

Jede Magiergilde umfaßt mehrere Akademien, die von Spektabilitäten geführt werden. In der Regel sind es auch diese, die als Gildenräte die Angelegenheiten ihrer Gilde entscheiden.
Der "Allaventurische Magierkonvent" ist das wichtigste Beschlußgremium überhaupt, da es verbindliche Beschlüsse für alle drei Gilden treffen kann.

Der "Orden der Grauen Stäbe zu Perricum" (abgekürzt ODL für Ordo Defensores Lecturia) dient der Grauen Gilde als Wächter und Verteidiger und nimmt die Aufgaben einer bewaffneten Garde an bedrohten Akademien wahr. Höchstes Gremium ist der Rat der vier Großmeister, die einen der Ihren zum Ordenssprecher wählen, nomineller Hochmeister ist laut Satzung Rohal der Weise. Die traditionelle Ordensgewandung besteht aus einer grauen Robe und darüber einem roten Skapulier.

Der Orden der Wächter Rohals (OCR für Ordo Custodis Rohalis) ist ein Teil der Weißen Gilde und bekannt für seine Kompromißlosigkeit und seinen zeitweiligen Fanatismus, so daß er keine offiziellen Schutzfunktionen für die Weiße Gilde ausübt (dieses wird eher von den Pfeilen des Lichts übernommen). Stattdessen widmet er sich mehr der eigenmächtigen Verfolgung von Schwarzmagiern, Hexen, Druiden und sogar Graumagiern.

[Textquelle: aus dem Anhang des DSA-Romans Sphärenschlüssel]